Weniger Targeting, mehr Kreativität
Warum gute Anzeigen heute wichtiger sind als perfekte Zielgruppen
«Das Targeting ist tot.» Diesen Satz hört man aktuell immer häufiger, wenn es um Meta Ads (Facebook und Instagram) geht. Natürlich stimmt das nicht ganz. Auch heute solltest du wissen, wen du mit deiner Werbung erreichen möchtest. Trotzdem hat sich in den letzten Jahren einiges verändert. Vor einigen Jahren investieren wir Werbetreibenden viel Zeit in das Erstellen möglichst präziser Zielgruppen. Interessen wurden kombiniert, Zielgruppen ausgeschlossen und unzählige Varianten getestet.
Heute übernimmt Meta einen grossen Teil dieser Arbeit selbst.
Was hat sich verändert?
Meta verfügt über riesige Mengen an Daten und setzt künstliche Intelligenz ein, um Werbung möglichst den Personen auszuspielen, die wahrscheinlich reagieren. Mit Funktionen wie Advantage+ Audience erhält der Algorithmus deutlich mehr Freiheit. Anstatt jede Zielgruppe bis ins Detail vorzugeben, gibst du Meta lediglich eine Richtung vor – beispielsweise deine Region oder einige grundlegende Informationen über deine Wunsch-Zielgruppe. Den Rest übernimmt das System. Das bedeutet nicht, dass Targeting keine Rolle mehr spielt. Es bedeutet aber, dass es für viele Unternehmen nicht mehr der grösste Hebel ist.
Wo heute oft der grösste Unterschied entsteht
In meinen Projekten merke ich immer wieder, dass erfolgreiche Kampagnen heute häufig nicht wegen eines perfekten Setups funktionieren. Sie funktionieren, weil die Anzeige selbst überzeugt. Denn bevor jemand auf einen Button klickt oder eine Anfrage sendet, passiert etwas viel Wichtigeres: Die Person muss überhaupt erst stehen bleiben.
Innerhalb weniger Sekunden entscheidet sich:
Fällt das Bild oder Video auf?
Ist sofort klar, worum es geht?
Spricht die Anzeige ein echtes Problem oder Bedürfnis an?
Macht sie neugierig?
Wenn diese Fragen mit Ja beantwortet werden, hat eine Kampagne bereits einen grossen Schritt geschafft.
Die Kreation wird zum Erfolgsfaktor
Unter «Kreation» versteht man alles, was Menschen tatsächlich sehen:
Bilder
Videos
Texte
Überschriften
Hooks
Call-to-Actions
Genau hier lohnt es sich heute, Zeit zu investieren. Statt zehn verschiedene Zielgruppen anzulegen, kann es oft sinnvoller sein, mehrere Varianten derselben Anzeige zu testen. Zum Beispiel:
unterschiedliche Bilder
verschiedene Einstiege
andere Überschriften
unterschiedliche Videos
verschiedene Call-to-Actions
Schon kleine Änderungen können einen grossen Einfluss auf die Performance haben.
Was bedeutet das für KMU?
Gerade kleine Unternehmen haben meist kein unbegrenztes Werbebudget. Deshalb ist es umso wichtiger, die Zeit dort einzusetzen, wo sie den grössten Unterschied macht.
Mein Rat:
Definiere deine Zielgruppe grundsätzlich sauber.
Nutze die Möglichkeiten von Meta und gib dem Algorithmus genügend Spielraum.
Investiere den grössten Teil deiner Zeit in gute Inhalte und eine starke Botschaft.
Denn selbst das beste Targeting kann keine Anzeige retten, die niemanden anspricht.
Mein Fazit
Targeting bleibt wichtig, aber längst nicht mehr in dem Ausmass wie noch vor einigen Jahren. Meta wird immer besser darin, die passenden Personen zu finden. Der eigentliche Wettbewerb findet heute oft an einer anderen Stelle statt:
Wer schafft es, mit seiner Anzeige Aufmerksamkeit zu gewinnen?
Deshalb investiere ich heute deutlich mehr Zeit in Bilder, Videos und Botschaften als in stundenlanges Feintuning von Zielgruppen. Die beste Zielgruppe bringt nichts, wenn niemand bei deiner Anzeige aufhört zu Scrollen.
Wenn du wissen möchtest, wie du deine Meta-Kampagnen sinnvoll aufsetzt oder bestehende Anzeigen optimieren möchtest, melde dich gerne bei mir. Gemeinsam schauen wir uns an, wo bei deinem Unternehmen der grösste Hebel liegt.

